

Wer fragt, wie viel verdient ein Immobilienmakler, bekommt je nach Quelle unterschiedliche Antworten. Das liegt nicht an Ungenauigkeit, sondern daran, dass im Maklerberuf die Spreizung zwischen unten und oben größer ist als in fast jedem anderen kaufmännischen Beruf. Wir haben die wichtigsten aktuellen Quellen für 2026 nebeneinandergestellt.
| Quelle | Bruttojahresgehalt | Bruttomonatsgehalt | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Bundesagentur für Arbeit (Entgeltatlas) | rund 53.832 € (Median) | 4.486 € | sozialversicherungspflichtig Beschäftigte |
| Stepstone (Gehaltsdatenbank 2026) | 49.100 € | 4.091 € | Stundenlohn 17 €, Einstieg 36.000 € |
| Kununu (2026) | rund 42.500 € | 3.540 € | Männer 43.800 €, Frauen 40.400 €, Gap 8 Prozent |
| Gehalt.de | rund 46.148 € | 3.722 € | Vergleich zu Akquisiteur 5.466 € |
| Evernest (Karriere-Ratgeber 2026) | 46.000 bis 50.000 € | 3.800 bis 4.100 € | inklusive Provisionsanteil |
| Absolventa | rund 44.500 € | 3.708 € | unteres Viertel: deutlich darunter |
Quartile aus dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit: das untere Viertel der angestellten Immobilienmakler verdient bis 3.443 € brutto pro Monat, das obere Viertel ab 5.869 €. Wer also fragt, wie viel verdient ein Immobilienmakler pro Monat, bekommt für die Mitte 2026 eine Spanne von etwa 3.500 bis 5.900 € brutto im Angestelltenverhältnis. Selbstständige fallen aus dieser Statistik systematisch heraus, dazu mehr in Abschnitt 5.
Ist Immobilienmakler ein gut bezahlter Beruf? Im Vergleich zum bundesdeutschen Median-Bruttogehalt von rund 4.323 € pro Monat (Stand 2025) liegen Immobilienmakler ungefähr im Mittelfeld, mit klar überdurchschnittlichem Verdienstpotenzial nach oben. Anders gesagt: Der Beruf macht aus dem Durchschnitt selten Spitzenverdiener, aus den Disziplinierten und Sichtbaren aber sehr wohl.
Das Immobilienmakler Gehalt besteht in der Praxis aus drei Bausteinen: Fixum, Provision und gegebenenfalls Boni. Das Mischverhältnis entscheidet über Stabilität und Höhe.
Ein festes Grundgehalt zahlen vor allem klassische Maklerbüros, Bankenmakler und Sparkassen-Tochterunternehmen. Typische Größenordnung 2026: 2.000 bis 3.000 € brutto pro Monat, oft befristet auf die ersten 12 bis 24 Monate. Allein vom Fixum lässt sich langfristig kein attraktives Einkommen aufbauen. Wer im Beruf bleibt, lebt mittelfristig zu 70 bis 90 Prozent von der Provision.
Die Maklerprovision in Deutschland ist gesetzlich nicht in der Höhe geregelt, üblich sind beim Hausverkauf zwischen 5,95 und 7,14 Prozent des Kaufpreises inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Seit 23. Dezember 2020 gilt das Bestellerprinzip (§ 656c und § 656d BGB): Wer den Makler beauftragt, bezahlt mindestens die Hälfte. In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Gesamtprovision meistens 50:50.
Der Anteil, der davon bei der Maklerin persönlich ankommt, hängt vom Modell ab:
Einige größere Maklerhäuser zahlen Umsatz- oder Zielboni, typischerweise 1.000 bis 5.000 € einmalig bei Erreichen festgelegter Jahresziele. Im Gesamtbild macht das selten mehr als 5 bis 10 Prozent des Jahreseinkommens aus, ist also eher Sahnehäubchen als Hebel.
Die Frage wie viel verdient ein Immobilienmakler pro Haus lässt sich nur mit einer konkreten Rechnung sauber beantworten. Wir zeigen drei Szenarien für 2026, ausgehend von einer Gesamtprovision von 7,14 Prozent inklusive Mehrwertsteuer und 50:50-Aufteilung zwischen Käufer und Verkäufer.
| Position | Wert |
|---|---|
| Verkaufspreis | 300.000 € |
| Gesamtprovision 7,14 Prozent | 21.420 € |
| Maklerseite (50 Prozent davon) | 10.710 € |
| Persönlicher Anteil Makler bei 50 Prozent Beteiligung | 5.355 € brutto |
| Anteil bei 25 Prozent Beteiligung (klassisch angestellt) | 2.677 € brutto |
| Position | Wert |
|---|---|
| Verkaufspreis | 600.000 € |
| Gesamtprovision 7,14 Prozent | 42.840 € |
| Maklerseite (50 Prozent davon) | 21.420 € |
| Persönlicher Anteil bei 50 Prozent Beteiligung | 10.710 € brutto |
| Anteil bei 25 Prozent Beteiligung | 5.355 € brutto |
| Position | Wert |
|---|---|
| Verkaufspreis | 1.200.000 € |
| Gesamtprovision 7,14 Prozent | 85.680 € |
| Maklerseite (50 Prozent davon) | 42.840 € |
| Persönlicher Anteil bei 50 Prozent Beteiligung | 21.420 € brutto |
| Anteil bei 25 Prozent Beteiligung | 10.710 € brutto |
Mit anderen Worten: Wer als selbstständige Maklerin pro Jahr vier Verkäufe im Bereich um 500.000 € abschließt, kommt auf rund 70.000 € Bruttoumsatz aus Provisionen. Davon gehen Steuern, Versicherungen und Betriebskosten ab. Wer in einem klassischen Anstellungsverhältnis arbeitet, braucht für ein vergleichbares Bruttogehalt deutlich mehr Abschlüsse, weil der Provisionsanteil deutlich kleiner ist.
Die Frage wie viel verdient ein Immobilienmakler netto wird in den meisten Ratgebern oberflächlich beantwortet. Sie ist aber entscheidend, vor allem in der Selbstständigkeit. Denn Provisionen werden brutto ausbezahlt, davon bezahlt man Steuern, Sozialversicherung, Berufshaftpflicht und Bürokosten selbst.
| Position | Festangestellt | Selbstständig |
|---|---|---|
| Brutto | 4.000 € | 4.000 € |
| Lohnsteuer plus Soli (Steuerklasse I, ohne Kirchenst.) | rund 580 € | – |
| Sozialversicherungsbeiträge | rund 800 € | – |
| Einkommensteuer plus Soli (Selbstständige, 2026) | – | rund 700 € |
| Krankenversicherung (privat, ohne Kinder) | – | rund 450 € |
| Vermögensschadenhaftpflicht | – | rund 80 € |
| Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO, Aufrechterhaltung | – | – |
| Berufsunfähigkeit, Altersvorsorge | meistens vom Arbeitgeber bezuschusst | rund 350 € |
| Maklerbüro-Software (z. B. OnOffice Smart) | – | rund 80 € |
| Marketing, Anzeigen, Portale | – | 200 bis 800 € |
| Verfügbar netto | rund 2.620 € | rund 1.540 bis 2.140 € |
Die ehrliche Wahrheit: Bei identischem Brutto bleibt selbstständig nicht mehr, sondern oft weniger übrig. Der Vorteil der Selbstständigkeit liegt nicht im günstigeren Steuersatz, sondern darin, dass der Provisionsanteil pro Abschluss zwei- bis dreimal so hoch ist. Wer in der Selbstständigkeit gleich viele Abschlüsse macht wie im Anstellungsverhältnis, verdient klar mehr. Wer weniger abschließt, verdient deutlich weniger.
| Kostenposition | Pro Monat |
|---|---|
| Bürofläche oder Co-Working | 200 bis 600 € |
| Maklerbüro-Software (OnOffice, Propstack, FlowFact) | 80 bis 250 € |
| Immobilienportale (ImmoScout, Immowelt) | 250 bis 1.500 € |
| Vermögensschadenhaftpflicht | 80 € |
| Berufshaftpflicht und Rechtsschutz | 50 € |
| IVD- oder Verbandsmitgliedschaft (optional) | 50 € |
| Buchhaltung, Steuerberatung | 150 bis 400 € |
| Website, Hosting, SEO | 100 bis 500 € |
| Telefon, Fahrzeug, Sonstiges | 200 bis 600 € |
| Summe Fixkosten | 1.160 bis 3.930 € pro Monat |
Das heißt praktisch: Bevor eine Selbstständige auch nur einen Euro Gewinn macht, muss sie pro Jahr zwischen 14.000 und 47.000 € Provision einnehmen, nur um die laufenden Kosten zu decken. Dazu mehr im Beitrag CRM für Immobilienmakler, in dem wir die Software-Posten konkret vergleichen.
Wie viel verdient ein Immobilienmakler in der Ausbildung? Während einer dualen Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder -frau (drei Jahre) liegt das Bruttogehalt 2026 zwischen 800 € (1. Lehrjahr) und 1.150 € (3. Lehrjahr) monatlich. Wer als Quereinsteiger ohne formale Ausbildung in einem Maklerbüro startet, bekommt typischerweise ein Fixum von 1.800 bis 2.500 € plus geringe Provisionsbeteiligung. Realistische Bruttojahressumme im ersten Jahr: 24.000 bis 36.000 €. Mehr Details im Ratgeber Quereinstieg als Immobilienmakler und im Vergleich Ausbildung Immobilienmakler.
Nach drei bis fünf Berufsjahren verdienen festangestellte Makler in der Regel 3.500 bis 5.000 € brutto pro Monat, plus Provisionsanteil. Wer im selben Zeitraum in die Selbstständigkeit wechselt und einen Stamm an Eigentümerkontakten aufgebaut hat, kommt häufig auf vergleichbare Beträge mit deutlich höherer Volatilität von Monat zu Monat.
Die obersten 10 Prozent der Branche verdienen 2026 in Deutschland regelmäßig 120.000 € und mehr brutto pro Jahr. Das entspricht 8 bis 15 Abschlüssen pro Jahr im Bereich um 500.000 € oder einer Hand voll Hochpreis-Objekte. In Hochpreisstädten wie München, Frankfurt, Hamburg oder Berlin und in der Spezialisierung auf Gewerbe- oder Luxusimmobilien sind 200.000 bis 500.000 € jährlich realistisch, aber die Ausnahme.
Wie viel verdient ein Immobilienmakler pro Stunde? Stepstone weist 17 € als rechnerischen Stundenlohn aus. Das ist statistisch korrekt, aber irreführend, weil der Beruf nicht in 40-Stunden-Wochen funktioniert. Wer realistisch rechnet (50- bis 60-Stunden-Wochen, viele unbezahlte Akquise-Stunden, Wochenend-Besichtigungen), kommt auf 12 bis 25 € pro tatsächlich gearbeitete Stunde, in absoluten Top-Jahren auf 40 bis 80 €. Der Berufsvorteil liegt nicht im Stundenlohn, sondern in der Kombination aus Selbstbestimmtheit und Verdienst-Skalierung.
Regionale Unterschiede sind beim Maklerverdienst ausgeprägter als in fast jedem anderen kaufmännischen Beruf, weil die Provision direkt am Kaufpreis hängt und Kaufpreise regional stark streuen.
| Stadt / Region | Brutto-Median pro Monat (Bundesagentur 2026) |
|---|---|
| Frankfurt am Main | 5.276 € |
| München (Schätzung Branche) | rund 5.500 € |
| Stuttgart | rund 5.000 € |
| Hamburg | rund 4.900 € |
| Köln | 4.705 € |
| Berlin | rund 4.500 € |
| Düsseldorf | rund 4.700 € |
| Leipzig | 3.696 € |
| Dresden | 3.577 € |
| ländliche Regionen Ost | rund 2.900 bis 3.300 € |
Daumenregel für Selbstständige: Wer in Top-7-Städten arbeitet, verdient bei gleicher Abschlussfrequenz ungefähr das 1,5- bis 2-Fache wie in strukturschwachen Regionen, weil die durchschnittlichen Kaufpreise deutlich höher liegen. Gleichzeitig ist die Konkurrenz dort härter, was den Aufbau von SEO für Immobilienmakler umso wichtiger macht.
Gehalt Immobilienmakler Quereinsteiger ist eine der häufigsten Suchanfragen rund um den Beruf, weil viele aus Vertrieb, Bank, Versicherung oder Bauwesen wechseln. Realistische Erwartung im ersten Jahr:
Der wichtigste Beschleuniger im Quereinstieg ist nicht die formale Qualifikation, sondern die Frage, wie schnell die ersten zehn Eigentümeranfragen reinkommen. Wer auf Empfehlungen wartet, braucht 12 bis 24 Monate. Wer aktiv Eigentümeranfragen über die Website generiert, kommt oft schon nach 4 bis 8 Monaten zum ersten Abschluss.
Wer den Maklerberuf mit Abstand betrachtet, sieht: Der Unterschied zwischen 30.000 € Jahresverdienst und 120.000 € liegt selten am Talent und fast nie am Markt. Er liegt an fünf Strukturproblemen, die fast jeden Anfänger und viele Routiniers betreffen.
Die ehrliche Brücke zum Verdienst: Wer drei dieser fünf Punkte löst, hebt sein Jahreseinkommen typischerweise um 30 bis 80 Prozent, ohne mehr zu arbeiten. Es geht nicht darum, mehr Stunden zu schieben, sondern bessere Trichter zu bauen.
Festangestellte Immobilienmakler verdienen 2026 in Deutschland im Median rund 4.486 € brutto pro Monat (Quelle: Bundesagentur für Arbeit). Das untere Quartil liegt bei 3.443 €, das obere bei 5.869 €. Selbstständige Makler haben keinen festen Monatswert, weil ihr Einkommen direkt von Abschlüssen abhängt und stark schwankt.
Aus 4.000 € brutto bleiben angestellt nach Steuern und Sozialversicherung rund 2.400 bis 2.600 € netto übrig (Steuerklasse I, ohne Kirchensteuer). Bei selbstständigen Maklern fallen vergleichbare Steuerlasten an, dazu kommen Berufshaftpflicht, private Kranken- und Rentenversicherung sowie laufende Bürokosten. Realistisch verbleiben 2.000 bis 2.400 € netto.
Die Maklerprovision in Deutschland ist gesetzlich nicht in der Höhe geregelt. Üblich sind beim Hausverkauf zwischen 5,95 und 7,14 Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer. Seit dem 23. Dezember 2020 gilt das Bestellerprinzip (§ 656c BGB): Wer den Makler beauftragt, trägt mindestens die Hälfte. In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision meistens 50:50.
Ja, klar. 70.000 € brutto pro Jahr liegen über dem Median der Branche und werden typischerweise erst nach drei bis fünf Berufsjahren erreicht, häufig durch eine Kombination aus Festanstellung mit hoher Provisionsbeteiligung oder erfolgreicher Selbstständigkeit. Etwa das obere Drittel der angestellten Makler in Hochpreisstädten erreicht diese Marke.
In absoluten Spitzenmonaten ja, dauerhaft selten. 25.000 € brutto pro Monat entsprechen 300.000 € pro Jahr. Das schaffen in Deutschland weniger als 5 Prozent der selbstständigen Makler, fast immer mit Spezialisierung auf Hochpreisobjekte (1 Mio. plus), Gewerbeimmobilien oder Off-Market-Geschäfte. Im Angestelltenverhältnis ist es sehr selten.
Im Mittel durchschnittlich, an der Spitze klar überdurchschnittlich. Der Beruf belohnt Disziplin, Sichtbarkeit und Spezialisierung mit überproportionalen Zuwächsen, bestraft aber Halbherzigkeit härter als andere kaufmännische Berufe. Wer auf Empfehlungen wartet, verdient unterdurchschnittlich. Wer Akquise und Sichtbarkeit systematisch betreibt, verdient deutlich überdurchschnittlich.
Selbstständige Immobilienmakler verdienen 2026 brutto sehr breit gestreut zwischen 0 € (in Anlaufjahren) und 250.000 € plus (etablierte Makler in Hochpreissegmenten). Median liegt bei rund 55.000 bis 75.000 € pro Jahr brutto, davon bleiben nach Steuern und Betriebskosten typischerweise 30.000 bis 45.000 € netto verfügbar.
In der Festanstellung ab dem ersten Monat. In der Selbstständigkeit dauert es typischerweise 4 bis 9 Monate bis zum ersten Abschluss, weil Verkaufsprozesse von Erstkontakt bis Notartermin häufig 3 bis 6 Monate dauern. Wer systematisch Eigentümeranfragen über die Website generiert, beschleunigt diesen Zeitraum erheblich.
Hauptfaktoren in Reihenfolge der Wirkung: Anzahl der Abschlüsse pro Jahr, durchschnittlicher Kaufpreis im Marktsegment, Provisionsanteil im Vertragsmodell (angestellt vs. selbstständig vs. Lizenz), regionale Kaufpreisniveaus, persönliche Sichtbarkeit und Markenstärke, Spezialisierung. Berufserfahrung wirkt indirekt über die anderen Faktoren.
Immobilienkaufleute (geregelte Ausbildung, oft in Verwaltung oder Bankenumfeld) verdienen 2026 im Median rund 3.722 € brutto pro Monat (Quelle: Gehalt.de), mit klarer Planbarkeit, aber begrenzter Verdienstdecke. Immobilienmakler haben einen tieferen Median, aber eine offene Verdienstdecke nach oben. Wer Stabilität priorisiert, geht in den Kaufmann. Wer Verdienst-Skalierung priorisiert, in den Maklerberuf.
Maklerverdienst ist 2026 weniger eine Frage des Berufs und mehr eine Frage des Modells. Wer in einem klassischen Anstellungsverhältnis mit ordentlichem Fixum arbeitet, verdient stabil zwischen 35.000 und 60.000 € brutto pro Jahr. Wer in der Selbstständigkeit Sichtbarkeit aufbaut und 6 bis 10 Abschlüsse pro Jahr erreicht, kommt schnell auf 80.000 bis 150.000 € brutto. Der Hebel ist nicht die Provision, sondern die Frequenz.
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